News zum Fahrradtraining für Flüchtlinge & eine Stellungnahme der Kleiderkammer

Lange angekündigt worden, nun ist es endlich soweit: das Fahrradtraining für die Brühler Flüchtlinge!

Gestern erreichte das Team der Kleiderkammer folgende Mail von der Stadt Brühl. Bitte lesen und an die Zielgruppe weitergeben! Seitens der Kleiderkammer haben wir noch einige Anmerkungen zu dem Termin.

„Sehr geehrte Damen und Herren,
in Kooperation mit dem ADFC konnte das bereits angekündigte Fahrradtraining für Flüchtlinge (und andere Interessierte) nun realisiert werden.

Am Samstag, den 26.11.2016, besteht in der Zeit von 10-14 Uhr die Möglichkeit, Fahrradfahren zu lernen, zu üben und sich mit den geltenden Verkehrsregeln vertraut zu machen.

Das Training findet in der Halle, Lise-Meitner-Str. 8, 50321 Brühl statt (ehem. Gartencenter Zopes), sodass die Veranstaltung wetterunabhängig durchgeführt werden kann.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ASB unterstützen das Projekt vor Ort.

Es besteht auch die Möglichkeit, Licht und Bremsen und gemeinsam bestehende Mängel zu beheben.

Im Anschluss an eine erfolgreich absolvierte Trainingseinheit erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine entsprechende Bescheinigung.

Ich bitte diese Information im Rahmen ihrer Patentätigkeit entsprechend weiterzugeben.

Auch wer nicht über ein eigenes Fahrrad verfügt, kann an der Veranstaltung teilnehmen.

Herzlichen Dank vorab und mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag“


Hinweis der Kleiderkammer


Seit geraumer Zeit sammelt, repariert und verteilt die Kleiderkammer via Warteliste die von den Flüchtlingen absolut heißbegehrten Fahrräder. Im Juni! wurden wir von der Stadt Brühl gebeten, vorerst keine Fahrräder auszugeben, da aus Gründen der Sicherheit unsere Imis erst einmal Verkehrsschulungen machen sollten, um dann mit dieser Bescheinigung auch  u.a. bei uns ein Fahrrad zu erhalten. Dabei wurde uns ein Zeitraum von ca. drei Wochen avisiert, bis dieses Training stattfinden würde. Da aus unserer Sicht ein derartiges Training sehr sinnvoll ist und wir grundsätzlich auf dem Standpunkt stehen, dass alle in der Flüchtlingshilfe Aktiven effizient Hand in Hand und auf Augenhöhe für die gemeinsame Sache arbeiten sollten, sind wir dieser Bitte selbstverständlich gerne nachgekommen.

Seitdem, also seit fast einem halben Jahr, haben wir nichts mehr in der Sache gehört. Auch auf mehrfache Nachfrage bei verschiedenen Stellen erhielten wir keine Informationen zu einem in Kürze anstehenden Training. Haben auch nur noch sehr spärlich Fahrräder, die uns unverlangt eingeliefert wurden, verteilt, obwohl die Nachfrage enorm groß ist. Es ist immer wieder eine äußerst unbefriedigende Situation, wenn Menschen vor einem stehen, die schon seit vielen Monaten auf der Warteliste sind, die ihre Kinder transportieren oder weite Wege zwischen Wohnung, Sprachkurs, Tafel usw. zurücklegen müssen, und denen wir sagen müssen: „Nein, wir haben kein Fahrrad!“ Mittlerweile hatten wir auch schon Schritte unternommen, ein solches Training in Kooperation mit kompetenten Partnern selbst zu organisieren.

Nun erreicht uns drei ! Tage vor dem Fahrradtraining der entsprechende Hinweis, der ausdrücklich auch Menschen einschließt, die noch kein eigenes Rad haben. Grundsätzlich ist es gut, dass das Training endlich stattfindet und auch möglichst vielen offen steht. Die Konsequenz wird aber sein, dass die nunmehr „zertifizierten“ Radfahrer nun auch eigene Räder haben möchten. Logisch! Die Nachfrage nach Rädern dürfte also wieder erheblich ansteigen, ohne dass wir uns entsprechend vorbereiten konnten. Dazu kommt, dass wir Ehrenamtler in unserem Keller in der Bonnstrasse mittlerweile nur noch einen Raum haben, in dem alles stattfinden muss. Wir können, bzw. dürfen sogar aus brandschutz- und sonstigen rechtlichen Gründen daher definitiv keine Fahrräder lagern und müssen Aufruf, Annahme, Reparatur und Ausgabe präzise organisieren. Wir hätten uns sehr gefreut, wenn wir rechtzeitig von dem Training informiert worden wären, um uns entsprechend im Sinne unserer Imis vorbereiten zu können.

Wir möchten daher alle Paten bitten, ihre Schützlinge zu informieren, dass wir im Moment keine Fahrräder ausgeben können, da wir schlichtweg keine haben. Fahrräder, die gespendet werden, müssen erst auf Funktion und Sicherheit geprüft und meist repariert werden. Durch die lange Verzögerung sind unsere ursprünglich vorhandenen Reparaturstrukturen derzeit aber nicht mehr verfügbar. Wir müssen komplett neu anfangen. In den nächsten Tagen werden wir überlegen, wie wir das Thema unter den gegebenen ungünstigen räumlichen und personellen Rahmenbedingungen angehen werden und via Blog darüber informieren, wann wieder Fahrräder eingeliefert bzw. ausgegeben werden können. Bis dahin bitten wir auch, Fahrräder, die gespendet werden sollen, zunächst noch zurückzuhalten!

Es tut uns sehr leid. Wir hätten es uns anders gewünscht!
Vielen Dank für Ihr Verständnis!!!

Allen Teilnehmern am Fahrradtraining wünschen wir viel Spass und gutes Gelingen!

Mit den besten Grüßen aus der Bonnstrasse 52
Das Team der Kleiderkammer

 

Werbeanzeigen